Der Samstag begann für uns Aktiven doch recht früh. Um 10 Uhr hatten wir uns im Konzilgebäude in Konstanz eingefunden, um dem Festsaal seinen letzten Schliff für den großen Abend zu verpassen.
Trotz großem Aufwand und viel Stress hatten wir alles rechtzeitig fertig bekommen und konnten uns noch etwas ausruhen.
Um 18.30 Uhr begann das Apèro auf der Konzilterrasse und die Gäste wurden mit einem Glas Sekt empfangen.
Knapp eine Stunde später wurde dann die hochoffizielle Kneipe, der Kommers, eröffnet und die hohen Chargen zogen in den Festsaal ein. Den Beginn machte unsere Schwesterverbindung, die TWV Helvetia zu Kreuzlingen. Daraufhin zogen die Chargen der TV Cimbria ein, gefolgt von der TWV Alania. Den Abschluss machten schließlich unsere eigenen Chargen.
Nachdem alle Chargen ihren Platz eingenommen hatten, ertönte zunächst einmal der Kantus: “Gruß an Konstanz”. Daraufhin erfolgte die Begrüßung durch den Erstchargierten Algebra, der alle Anwesenden herzlich willkommen hieß. Anschließend begrüßte unser AHP Tschampus alle Anwesenden und hielt eine kurze Festrede.
Schließlich war es an der Zeit für unseren Farbenkantus, zudem alle Bayuvaren vom hohen Präsidium auf die Pedale gebeten wurden. Nachdem die ersten drei Strophen wunderschön verklungen waren, folgte die vierte im Trauerpiano, zur Ehrung eines uns in diesem Jahr verstorbenen Bundesbruders.
Äußerst interessant war die Rede von Prof. Dieter Bogle über “Die Rolle der internationalen Schifffahrt im Verkehrsgeschehen der Bodenseeregion".
Schließlich erklang der vorletzte Kantus des Abends. Gemeinsam sangen wir “Gaudeamus Igitur”, auf welchen der Auszug der Chargen folgte. Diese freuten sich schon besonders auf den ihnen bevorstehenden Chargentanz. Kaum hatten sie eine rote Rose erhalten, zögerten sie nicht, diese einer hübschen Dame zu übergeben und diese zum Tanz aufzufordern.
Nach so viel Programm und Tanz, freuten wir uns natürlich über das Festessen, das jeder " à la carte" bestellen konnte, doch zuvor wurden noch ordentlich Bilder von den Chargen geknipst. Schließlich war der Hunger gestillt und so manches Paar ließ es sich nicht nehmen, zur Ballmusik zu tanzen. Das Fest wurde nun etwas ruhiger, und dennoch war noch lange kein Ende in Sicht. Die Gespräche füllten den Raum, manch einer vergnügte sich auf der Konzilterrasse und die Fuxia nutzte den feierlichen Anlass, um Spenden für die Fuxenkasse zu sammeln. Auf diesem Wege möchte ich mich im Namen der Fuxia noch einmal herzlich bei allen Spendern und Spenderinnen bedanken.
Nachdem das Fest im Konzil bereits seinen Höhepunkt erreicht hatte, folgte nun im Kreise um Kerzenlicht versammelt, der letzte Kantus des Abends, zumindest innerhalb der Mauern des Konzils, und zwar der Kantus: “Wenn sich der Abend mild zur Ruhe senket.”
Schließlich verlagerte sich das Fest in unseren guten alten Kneipkeller. Noch gegen halb zwei Uhr morgens war dieser wie von Geistern verlassen, doch nur kurze Zeit war der Zufluss kaum mehr zu bremsen. Immer mehr Bundes- und Farbenbrüder fanden sich in unserer Konstante ein und schon bald gab es kein freies Plätzchen mehr. Die Stimmung nahm ein bombastisches Ausmaß an und die Freude stand uns buchstäblich ins Gesicht geschrieben.
Die Präsidien waren stets unterschiedlich besetzt, teils standen unsere Farbenbrüder von der TWV Helvetia am Schläger, zwischendurch wieder unsere Bundesbrüder und so wechselten die Ämter ständig hin und her, zu unser aller Freude und Spaß.
Natürlich war auch für die Bewirtung gesorgt.
So zog sich der Abend nun immer weiter und schien fast kein Ende nehmen zu wollen.
Doch jedermann kennt ja den Spruch, man soll dann gehen, wenn es gerade am Schönsten ist. Und so neigte sich das Fest gegen halb fünf Uhr morgens dann endgültig seinem Ende zu. Die Gespräche verklangen und noch ein letztes Mal ließen wir die Becher klingen, ehe die Stille sich ausbreitete.
Nach diesen zwei bisher wunderschönen Abenden, waren wir kein bisschen betrübt darüber, nun unsere Betten aufzusuchen und freuten uns schon jetzt auf einen entspannten Familientag auf der Haltnau.
Verfasser: Brennholz
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