| 17./18. April 2010 Mehrfarben-Festungskneipe auf der Bundesfestung Vitznau (CH) |
Samstag Doch dadurch ließen wir unsere Stimmung natürlich nicht trüben und so fuhren wir am Samstag Nachmittag los. Wir reisten in zwei Gruppen: Canis, Grappolo und Louis fuhren früher los, um zum geplanten Zeitpunkt an der Festung anzukommen, während Donnie, Tullamore und Xerxes in einem zweiten Wagen später losfuhren, da Donnie noch eine Prüfung zu schreiben hatte und Tullamores Ankunft in Konstanz unfreiwilligerweise später als geplant war. So kam das erste Auto denn auch schon um ca. 17 Uhr (eine Stunde früher als geplant), nach einem kleinen Umweg, an der Festung Vitznau an. Dort wurden wir herzlich von den Mitgliedern des Festungsvereins empfangen und genossen zunächst mit dem Vorsitzenden ein kleines Apéro, bestehend aus Weißwein und Snacks. Als unsere Führung abgeschlossen war, stand als nächster Programmpunkt das Nachtessen auf dem Programm, neben einem wunderbaren Salat gab es auch einen überraschend guten und sättigenden Eintopf, so dass zum Schluss niemand mehr hungrig war. Sodann brach die zweite Gruppe zur Führung auf, während der Rest schonmal die Kneiptafel (mit Bayuvarenschlägern) vorbereitete und den berüchtigten „Festungskaffee“ (ein Kaffe, der reich an Prozenten ist) genoss. Nachdem also die Kneiptafel vorbereitet war und die Führung für alle Teilnehmer beendet war, folgte noch das Dessert (und für diejenigen, die ihn noch nicht kannten, der Festungskaffee). Nachdem wir nun gut gestärkt waren, waren sich alle einig, dass es an der Zeit sei, die Kneipe anzuschlagen. Kein Wunder, immerhin war es schon Viertel vor 12. Das hinderte uns aber nicht daran, eine umso schönere Kneipe zu schlagen. Das recht kurz gehaltene Offizium unter dem Westphalen-X Canis und seinem FM Donnie war nach zwei Kanten bereits um fünf nach 12 zu Ende und nach einem kurzen Tempus schlug Canis den inoffiziellen Teil an und überließ seinen Schläger unserem lieben XXX Tullamore. Auch der inoffizielle Teil war nicht zu ausgedehnt, neben einigen Kanten war auch hier nicht viel Programm und so gingen wir recht bald zur Fidulität über. Diese war dafür umso schöner. Nach einem weiteren Kantus ließen Grappolo und Louis ihre Fuxenproduktion steigen, welche in der Corona großen Anklang fand. Canis, der inzwischen Ehrenfux war, ließ es sich nicht nehmen, ebenfalls noch eine Produktion abzulegen und so brachte er einen Stein ins Rollen: Nacheinander produzierten nun abermals Louis und Grappolo, dann der FM Donnie und zu guter Letzt forderte Tullamore sogar vom letzten verbliebenen Mitglied des Burschensalons, Xerxes, eine Produktion, die dieser auch ablieferte. So kam es zu einer heiteren Runde von Witzen. Inzwischen war auch eines der Mitglieder des Festungsvereins (die sich das bunte Treiben vom Nachbartisch aus ansahen) mutigerweise in die Corona gestoßen und schien sich prächtig zu amüsieren. In einem Anflug von jugendlicher Demenz ließ Donnie nun „zufällig“ seinen Schläger ungesichert liegen und so kam es, dass sich Louis (mal wieder) des FM-Schlägers bemächtigte und nun auch im Fuxenstall ein Bayuvare das Sagen hatte. Der Rest des Abends lief munter bei diversen Kanten (nicht ohne jedesmal lange darüber zu diskutieren, welcher Kantus den nun am Besten zu singen sei), Kolloquium und Tempora ab, bis Grappolo und Louis anmeldeten, dass sie nun ihren Weinjungen steigen lassen wollten (die beiden hatten einen doppelten Bierjungen schlichtweg zum Weinjungen umfunktioniert). Der Unparteiische Xerxes war sich jedoch ob des tatsächlichen Ausgangs nicht gewiss und so schlugen die Sekundanten vor, an Ihrer Paukanten statt einen weiteren Bierjungen auszutragen. Nachdem so alle Bier- und Weinstreitigkeiten aus der Welt geschafft waren, neigte sich der Abend dem Ende zu und nach einer Reihe von Wortmeldungen stieg zu guter Letzt der obligatorische „Salve Gambrinus“, bevor auch die Fidulität ihr Ende fand. Und während einige noch ein Bier zu sich nahmen, begab sich der Rest in die Mannschaftsunterkünfte. Sonntag Wir begaben uns zur Talstation der Rigibahn, der ältesten Bergbahn Europas (erbaut 1871) und fuhren damit bis zum Gipfel. Dort machte der Wind uns zu schaffen, denn der war nicht nur eisig, sondern auch stark und blies uns fast die Mützen vom Kopf! Nachdem wir den Gipfel besucht hatten, beschlossen wir nach kurzer Diskussion, die Zeit bis zur Abfahrt der Bahn damit totzuschlagen, zur nächsten Station abzusteigen und das taten wir auch.
Fröhlich scherzend zogen wir also zur nächsten Station, wo wir nach einiger Wartezeit in den Zug gen Tal einstiegen. Jeder, der nicht dabei war, hat definitiv was verpasst. Aber keine Sorge: Die Festungskneipe für nächstes Jahr ist bereits angedacht - dann vielleicht mit mehr Teilnehmern. Verfasser: Louis |
|||
| Klick auf die Bilder zur Großanzeige | |||
![]() | |||